Standard-Datenschutzmodell

Die 92. Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder hat am 9. November 2016 die Version 1.0 des Standard-Datenschutzmodells (SDM) zustimmend zur Kenntnis genommen (einstimmig bei Enthaltung Bayerns).

Das SDM richtet sich einerseits an die Stellen, die für die Verarbeitung personenbezogener Daten verantwortlich sind. Diese können mit dem SDM die erforderlichen Funktionen und Schutzmaßnahmen systematisch planen, umsetzen und kontinuierlich überwachen. Das Modell richtet sich zudem an die Datenschutzbehörden, um mit einer einheitlichen Systematik zu einem transparenten, nachvollziehbaren, belastbaren Gesamturteil über ein Verfahren und dessen Komponenten zu gelangen. Das SDM soll einen wesentlichen Beitrag leisten, um einen an Grundrechten orientierten Datenschutz durchzusetzen.

Das Standard-Datenschutzmodell liegt zunächst in einer Erprobungsfassung vor. Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Dankert, bittet alle für die Verarbeitung personenbezogener Daten verantwortlichen Stellen, das SDM zu erproben und über die Erfahrungen bei der Anwendung des SDM zu berichten. Auf diese Weise soll die Praxistauglichkeit erprobt und die ständige Weiterentwicklung unterstützt werden.

Der Maßnahmenkatalog zum SDM befindet sich noch in der Erarbeitungsphase. Die einzelnen Bausteine des Katalogs werden sukzessive veröffentlicht und zur Anwendung freigegeben.

Sowohl der BvD als auch die DSA führen 2017 mehrfach Workshops zum SDM durch.

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