Datenschutz: Krankheit oder Therapie?

Am 28. Oktober 2019 von 10:00 bis 16:15 Uhr

findet im Bürgersaal in Waren (Müritz) eine Datenschutz-Fachtagung zum Thema „Datenschutz: Krankheit oder Therapie?“ statt. Veranstalter ist der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern. Eingeladen sind Geschäftsführungen, Datenschutzbeauftragte, Ärztinnen und Ärzte, Mitarbeitende in den Verwaltungen sowie Pflegekräfte und weitere Fachkräfte der Krankenhäuser und Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern.

Inhaltlicher Schwerpunkt dieser Fachtagung sind die Auswirkungen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) auf die Arbeit in den Krankenhäusern und Kliniken des Landes. Im Rahmen der Datenschutz-Fachtagung soll diskutiert werden, ob der Datenschutz eher als „Krankheit“ wirkt und den Versorgungsbetrieb stört oder ob der Datenschutz eher wie eine „Therapie“ wirkt und, richtig angewandt, unerwünschte Auswirkungen beseitigen kann. In vier bereichsspezifischen Diskussionsforen werden Fragen der Teilnehmenden gemeinsam mit den Referenten erörtert und Lösungen aufgezeigt.

Ansprechpartnerin:
Coretta Mauch, Telefon: 0385 59494-59, E-Mail: coretta.mauch@datenschutz-mv.de

10:00 – 11:00 Begrüßung

Heinz Müller
Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit  Mecklenburg-Vorpommern    
Peter von Loeper
Datenschutzbeauftragter der Nordkirche
Liana Rademske-Grell
Syndikusrechtsanwältin und Datenschutzbeauftragte der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg Vorpommern e.V.         
Coretta Mauch
Projektleiterin beim Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern

11:00 – 12:00 Impulsvorträge

Einfluss der DS-GVO auf den Krankenhausalltag

Runa Schmidt
Leiterin Qualitätsmanagement und Datenschutzbeauftragte des Klinikums Südstadt Rostock


DS-GVO: Ein Jahr danach ...

Lukas Mempel
Syndikusrechtsanwalt und Konzerndatenschutzbeauftragter der Sana Kliniken AG


Probleme mit dem Datenschutz in der täglichen Praxis

Matthias Severin
Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des AMEOS Klinikums Ueckermünde

Wenn der Datenschutz die Rettungsgasse blockiert

Alexander Stelley

Datenschutzbeauftragter Regionalkoordinator Datenschutz Region Nord Helios Kliniken Schwerin GmbH

12:00 – 13:00 Mittagspause

Diskussionsthemen

13:00 - 13:40

Datenschutz anwenderfreundlich gestalten
Vernetzte Systeme in der Diagnostik, in die Behandlung, in die Pflege und in der Verwaltung durchdringen den Krankenhaus- und Klinikalltag. Datenschutzregeln wollen in Systemen und Abläufen umgesetzt sein – aber wie? Welchen Hürden sind Krankenhäuser und Kliniken ausgesetzt, wenn es um die Anwendbarkeit des Datenschutzes geht? Kann Datenschutz helfen, Probleme zu vereinfachen? Schrauben Sie am Datenschutz mit!
Leitung: René Weichelt

13:40 - 14:20

Datenschutz umsetzen und trotzdem behandlungsfähig sein …?
Verträge schließen, Auskunft erteilen oder verweigern, interdisziplinäre und überregionale Arbeit – zu viele Interpretationen von Datenschutzvorschriften? Welche rechtlichen Fragen müssen geklärt werden, damit Sie Ihre Aufgaben ohne Unsicherheit erfüllen können? Wir antworten auf Ihre Fragen – so praxisnah wie möglich!
Leitung: Lydia Kämpfe, Lukas Mempel

14:20 - 14:50 Kaffeepause

14:50 - 15:30

Eingewilligt - alles ist klar?
In Vieles sollen die Patientinnen und Patienten einwilligen – in der Psychiatrie, in der Forschung, in die Weiterleitung von Informationen an andere Fachkräfte, in die Nachbehandlung durch andere Krankenhäuser. Aber können sie das auch immer? Was bedeutet „informierte Einwilligung“ für Ihre Arbeit? Welche Antworten müssen wir als Aufsichtsbehörde liefern, so dass am Ende die Patientinnen und Patienten davon profitieren?
Leitung: Werner Baulig, Matthias Severin

15:30 - 16:10

„Herr Müller“ oder „Patient 159“?
Zwischen Medikationsplänen, Pflegeanweisungen, Bettenplanung und Überleitungsbögen: Welche Datenschutzregelungen erschweren die Arbeit oder führen zu Unsicherheiten? Bei welchen Datenschutzregelungen wägen Sie zwischen Patientensicherheit und Datenschutz ab und warum? Inwieweit interessiert die Patientinnen und Patienten Datenschutz, wenn sie sich im Krankenhaus befinden? Stellen Sie Ihre Fragen und helfen Sie mit, den Datenschutz praktisch umzusetzen.
Leitung: Antje Kaiser, Alexander Stelley

16:10 Verabschiedung
Heinz Müller
Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit  Mecklenburg-Vorpommern