swipe smart: Jugendliche schlagen Pflicht-Führerschein fürs Netz vor

Gemeinsame Pressemitteilung

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26. Generation Medienscouts MV in Burg Stargard ausgebildetet Foto: Sabine Münch, MMV
26. Generation Medienscouts MV in Burg Stargard ausgebildetet Foto: Sabine Münch, MMV
26. Generation Medienscouts MV in Burg Stargard ausgebildetet Foto: Sabine Münch, MMV
Nr.20260323  | 23.03.2026  | DSMV  | datenschutz-mv.de

Die angehenden Medienscouts MV haben an ihrem Ausbildungswochenende über das Social-Media-Verbot diskutiert und eine ganz eigene Idee entwickelt.

Dieses Mal fand das Ausbildungswochenende in Burg Stargard statt. Die rund 20 Jugendlichen aus Neubrandenburg, Parchim, Anklam, Malchow und weiteren Städten aus MV wurden am Wochenende zu Medienscouts MV ausgebildet. Das Projekt verfolgt seit Beginn an das Ziel, interessierte Jugendliche zu Peer-Trainern auszubilden, die dann an ihrer Schule, ihrem Jugendtreff und im Freundes- und Familienkreis ihr Wissen weitergeben. Die Medienscouts MV gibt es mittlerweile seit über 13 Jahren. In dieser Zeit haben ausgebildete Scouts mehrere tausend Mitschülerinnen und Mitschüler in Form von Workshops und Projekttagen allein an ihren Schulen erreicht.

Die Leidenschaft für das Thema beginnt bereits zum Start des Ausbildungswochenendes. Das ehrenamtliche Engagement der Medienscouts MV kommt jedoch erst in der Vorbereitung und Durchführung von Workshops und Projekttagen an den Schulen zum Tragen. Die Inhalte müssen vorbereitet und der eigene Unterricht muss nachgeholt werden. „Es ist jedes Mal eine Freude zu sehen, wie interessiert und engagiert die jungen Menschen sind“, sagt Sebastian Schmidt, der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern (LfDI MV).

Die Themen des Wochenendes reichen vom Hass und Extremismus in Games über Datenschutz, KI und das „digitale Ich“ sowie Cybercrime und die Welt im Smartphone. „Dabei sprechen wir auch mit den Jugendlichen über Themen, die sie bewegen. Dazu gehört aktuell auch die Diskussion über das Social-Media-Verbot“, erzählt Antje Kaiser, die Abteilungsleiterin Digitale Kompetenzen und Medienbildung beim LfDI MV. In einem Workshop entstand nun die Idee, einen Pflicht-Führerschein für die digitale Welt zu entwickeln. Je älter Kinder und Jugendliche werden, desto mehr Freiheiten können sie im Netz erhalten, vorausgesetzt sie haben Prüfungen erfolgreich bestanden. Gleichzeitig beinhaltet das mögliche Stufensystem verpflichtende Prüfungen für Erwachsene, die lebenslang aktualisiert werden müssen. Der Vorschlag der Medienscouts MV ist hier zu finden: https://medienscouts-mv.de/neuigkeiten

„Unabhängig davon, ob oder wie so ein Vorschlag umgesetzt werden könnte, ist es wichtig, dass sich die Jugendlichen mit ihren Ideen in die Gesellschaft einbringen wollen und können. Es zeigt, dass sie sich reflektiert und verantwortungsbewusst mit digitalen Themen auseinandersetzen“, freut sich Sebastian Schmidt bei der Zertifikatsübergabe.
Das nächste Medienscouts-Wochenende findet vom 20. bis 22. November 2026 Schwerin statt. Mehr Informationen gibt es auf der Website www.medienscouts-mv.de.

Medienscouts MV ist ein Gemeinschaftsprojekt des LfDI MV in Kooperation mit:

Landeskriminalamt MV (LKA MV), Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST), ComputerSpielSchule Greifswald (CSG), Landesmedienanstalt MV (MMV) und dem Landesjugendring MV (LJRMV)

Kontakt:
Abteilung Digitale Kompetenzen und Medienbildung
medienbildung@datenschutz-mv.de
0385 59494-56