Endspurt für die Datenschutz-Grundverordnung

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit will mit einer Fragebogenaktion Ärztinnen und Ärzte im Land für die neuen Herausforderungen sensibilisieren

Nr.20171201  | 29.11.2017  | DSMV  | datenschutz-mv.de

Ab dem 25. Mai 2018 gilt die Europäische Datenschutzgrund-Verordnung (DS-GVO) unmittelbar in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Ihr umfangreicher Pflichtenkatalog für die Verarbeitung personenbezogener Daten trifft auch Ärztinnen und Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern. Gerade an die Verarbeitung von Gesundheitsdaten knüpft die DS-GVO strenge Vorschriften. Verstöße gefährden nicht nur das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten. Den Arztpraxen droht mit Geltung der DS-GVO ab Mai 2018 auch ein hohes rechtliches Risiko, wenn Zuwiderhandlungen durch die Aufsichtsbehörde mit empfindlichen Bußgeldern sanktioniert werden müssen oder Patientinnen und Patienten im Zivilrechtsweg gegen Datenpannen vorgehen. Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern, Heinz Müller, steht mit seinem Team als zuständige Aufsichtsbehörde allen Unternehmen im Land bei den Anpassungen an die DS-GVO beratend zur Seite. „Die bisherigen Beratungsanfragen zur DS-GVO aus dem Gesundheitsbereich sind jedoch überschaubar“, stellt Heinz Müller fest. Um vermehrt Ärztinnen und Ärzte für die DS-GVO zu sensibilisieren und um spezifischer in Schulungen und bei der Öffentlichkeitsarbeit auf die neuen Anforderungen im Datenschutz für Ärztinnen und Ärzte eingehen zu können, plant Heinz Müller eine Umfrage zum Datenschutz in der Arztpraxen. Hierbei sollen an eine repräsentative Anzahl zufällig ausgewählter Arztpraxen aller Fachbereiche in Mecklenburg-Vorpommern Fragebögen verschickt werden. „Die Arbeitsbelastung der Mediziner im Land ist uns durchaus bewusst. Der Fragebogen soll daher mit möglichst geringem Zeitaufwand beantwortet werden können. Allerdings ist die Beantwortung binnen einer festgelegten Frist verpflichtend. Vor Mai 2018 ist es uns noch möglich, auf etwaige Ungereimtheiten in den Fragebögen beratend zu reagieren. Zudem bleibt auch den Arztpraxen noch Zeit, Defizite, die sie bei der Beantwortung feststellen, auszuräumen,“ erklärt Heinz Müller. Die Fragebögen werden Anfang Dezember 2017 per Post versandt und müssen bis Ende Januar 2018 beantwortet werden. Für Rückfragen zur Aktion sowie allgemein zum Datenschutz in der Arztpraxis steht der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern gern zur Verfügung.

Pressemitteilungen

Ihre Suchkriterien

  • Suchbegriff: 
  • Zeitraum:   
23.07.2026  | DSMV  | datenschutz-mv.de

Gemeinsam Datenschutz zukunftsorientiert gestalten: Bürger*innen, Behörden, Unternehmen, NGO und Initiativen sind eingeladen, eigene Vorschläge zur Modernisierung des Datenschutzes einzubringen

Mit den „Stuttgarter Impulsen“ zur Modernisierung des Datenschutzes machen die Datenschutzaufsichtsbehörden der Länder Vorschläge für einen zukunftsfähigen Datenschutz, der Grundrechte der Menschen und eine effektive Datennutzung gleichermaßen gewährleistet. Hierüber wollen sie diskutieren. Bis zum 10. September 2026 können Bürger*innen, Behörden, Unternehmen, NGO und Initiativen diese Vorschläge kommentieren und eigene Vorschläge einbringen.

17.07.2026  | DSMV  | datenschutz-mv.de

Große Wirkung in wenigen Minuten: Sommerpause nutzen und Social Media aufräumen

Die Sommerferien sind da – endlich Zeit zum Ausschlafen, Reisen und Entspannen. Wenn der Schulalltag Pause macht, bleibt auch Zeit für Dinge, die oft zu kurz kom-men. Dazu gehört auch der Blick auf die eigenen Social-Media-Profile.

09.07.2026  | DSMV  | datenschutz-mv.de

20 Jahre Informationsfreiheitsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern – für eine funktionierende Demokratie unabdingbar!

Gesetzliche Regelungen zur Informationsfreiheit sind zentrales Werkzeug der Demokratie. Durch sie werden Verwaltungshandeln transparent, Korruption bekämpft und eine fundierte politische Mitwirkung ermöglicht. Am 10. Juli 2026 wird das „Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen für das Land Mecklenburg-Vorpommern“ (IFG M-V) 20 Jahre alt – ein Anlass, um Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu blicken!

06.07.2026  | DSMV  | datenschutz-mv.de

Informationsfreiheitsbeauftragte kritisieren Pläne der Bundesregierung zum Kahlschlag in der Informationsfreiheit

Die Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten in Deutschland (IFK) lehnt die Pläne der Bundesregierung, das Informationsfreiheitsgesetz massiv einzuschränken, mit Nachdruck ab. Die angekündigte Abkehr von einem voraussetzungslosen Zugang zu Verwaltungsinformationen kommt aus ihrer Sicht faktisch einer Abschaffung des Informationsfreiheitsrechts auf Bundesebene nahe. Der noch zuvor im Koalitionsvertrag vereinbarte Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger und für die Verwaltung wird dadurch jedenfalls nicht erreicht.

03.07.2026  | DSMV  | datenschutz-mv.de

Datenschutz begrüßt Entscheidung der Landesregierung zu mehr digitaler Souveränität

Zur heutigen Meldung der Deutschen Presse-Agentur „Mecklenburg-Vorpommern verabschiedet sich von Microsoft" (dpa, veröffentlicht am 03.07.2026 um 5:15 Uhr) erklärt der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern (LfDI MV), Sebastian Schmidt:

29.06.2026  | DSMV  | datenschutz-mv.de

KI in unserem Alltag – Großer Aktionstag klärt über Chancen und Risiken auf

Im Rahmen des Aktionstages „(K)eine Ahnung von KI?!“ lud der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern (LfDI MV) gemeinsam mit der Uwe Johnson-Bibliothek Güstrow am 27. Juni 2026 alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) im Alltag zu informieren. Ziel der gemeinsam, mit weiteren Partnern organisierten Veranstaltung war es, Chancen und Potenziale von KI-Anwendungen im Alltag genauso sicht- und erlebbar zu machen wie Risiken und Gefahren.

19.06.2026  | DSMV  | datenschutz-mv.de

Modernisierung der Datenschutzaufsicht und des Datenschutzrechts

Die Landesdatenschützer_innen innerhalb der Datenschutzkonferenz sprechen sich für eine Modernisierung der Datenschutzaufsicht und auch des Datenschutzrechts aus. Sie bringen sich damit aktiv in die Debatte im Zuge der Reform des Datenschutzes ein und unterstützen die Bundesratsinitiative der Freien und Hansestadt Hamburg, deren Ziel es ist, den Datenschutz für Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger einheitlicher und effizienter zu gestalten.

19.06.2026  | DSMV  | datenschutz-mv.de

111. Datenschutzkonferenz in Stuttgart: Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder: Beschlüsse zur Jugendmedienbildung, Radar-Sensorik und 6G Standards sowie Austausch zum Polizeiprojekt P20

Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK) hat auf ihrer 111. Konferenz vom 16. bis 18. Juni 2026 in Stuttgart zukunftsweisende Beschlüsse zur Stärkung der Jugendmedienbildung und zu RadarSensorik, die mit dem neuen 6G Standard verknüpft werden soll, gefasst. Weiter diskutierten sie mit einem Vertreter des Bundesinnenministeriums über das Polizeiprojekt P20.

15.06.2026  | DSMV  | datenschutz-mv.de

Freiheitsrechte verteidigen

Für den 10. Juni 2026 hatte die Landesbeauftragte ihre Kolleginnen und Kollegen aus Bund und Ländern zur 50. Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten in die Landeshauptstadt Potsdam eingeladen. Das Tref-fen diente der Erörterung aktueller Fragen der Transparenz und dem Erfahrungsaustausch zur Praxis der Informationsfreiheit.

28.05.2026  | DSMV  | datenschutz-mv.de

Datenschutz und Innovation gemeinsam denken

Paneldiskussion zu Datenethik und Datenschutz NØRD 2026

Digitale Innovationen brauchen Vertrauen. Im Rahmen der NØRD, der zentralen Digitalisierungsmesse des Landes Mecklenburg-Vorpommern, am 27. Und 28. Mai 2026 in Rostock zeigte der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern (LfDI MV) wie Datenschutz und digitale Transformation gemeinsam gelingen können – praxisnah, verständlich und in direktem Austausch mit Unternehmen, Verwaltung und Verbänden.