11. Europäischer Datenschutztag – „Diktatur der Daten? – Privatsphäre und Selbstbestimmung im Zeitalter von Big Data und Algorithmen“

Nr.170123  | 23.01.2017  | DSMV  | datenschutz-mv.de

Veranstaltungshinweis

Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder lädt aus Anlass des 11. Europäischen Datenschutztages zu ihrer zentralen Veranstaltung am 30. Januar 2017 von 12:30 – 17:00 Uhr in das Abgeordnetenhaus nach Berlin ein. Der Europäische Datenschutztag findet jährlich um den 28. Januar herum auf Initiative des Europarates statt, um die Bürgerinnen und Bürger mehr für den Datenschutz zu sensibilisieren.

Die am 25. Mai 2016 in Kraft getretene Europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DS-GVO) legt fest, dass niemand sich einer Entscheidung unterwerfen muss, die ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung beruht. Die technischen Entwicklungen im Bereich von Big Data, künstlicher Intelligenz und Algorithmen werfen die Frage auf, ob diese Bestimmung in der Praxis umsetzbar sein wird. Schon heute treffen Algorithmen Entscheidungen, die vom Menschen kaum noch beeinflussbar sind, etwa wenn es um die schnelle Analyse großer Datenmengen oder die Vorhersage des Verhaltens von Menschen geht. Beherrschen wir diese Algorithmen noch oder droht uns die Automatisierung der Gesellschaft durch Big Data und Algorithmen?

Als Referenten konnten Yvonne Hofstetter, Geschäftsführerin der Teramark Technologies GmbH, und Prof. Dr. Harald Welzer, Mitbegründer und Direktor der gemeinnützigen Stiftung „FUTURZWEI“ und Honorarprofessor für Transformationsdesign an der Europa-Universität Flensburg, gewonnen werden. Im Podium diskutieren die Referenten gemeinsam mit Jan Philipp Albrecht, Mitglied des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und Dr. Thilo Weichert, Netzwerk Datenschutzexpertise, unter der Leitung von Adrian Lobe, Freier Journalist.

Die Presse ist herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.